Wie dieser Weg begann
Als ich meinen Vater zum Sterben nach Hause brachte, sagte der Fahrer des Krankenwagens während unseres Gesprächs:
„Ja, das verändert einen jeden Menschen. Aber leider vergessen viele wieder.“
Dieser Satz blieb.
Vergessen wollte ich nicht.
Die Begleitung meines Vaters bis zu seinem letzten Atemzug war eine intensive und besondere Zeit. Ich habe erlebt, wie viel Kraft, Liebe und Leben selbst in den stillsten Momenten liegen können.
Aus dieser Erfahrung entstand der Wunsch, andere Menschen in schweren Zeiten zu begleiten.
Ich ließ mich zunächst zur ehrenamtlichen Hospizhelferin ausbilden und begleitete über viele Jahre Sterbende und ihre Angehörigen – auf Palliativstationen, in Pflegeheimen und ambulant.
Dort wurde mir immer wieder bewusst:
Jeder Tod ist einzigartig.
Jede Trauer ist einzigartig.
Jeder Mensch verdient es, in seiner Einzigartigkeit gesehen zu werden.
Um Menschen fachlich fundiert und zugleich in ihrer Ganzheit begleiten zu können, folgten Ausbildungen in systemischer und psychologischer Beratung, Trauerbegleitung, Seelsorge, Psychotherapie und Kunsttherapie.
Heute arbeite ich in meiner eigenen Praxis in Torgau.
Ich begleite Menschen in Lebenskrisen, Trauer und Umbrüchen – auf ihrem Weg zurück zu ihren eigenen Farben.